Das lange Ende einer Reise - vom „wir“ zu „mir“
4.9.2011 | ... und dann biste wieder allein.
Nachdenkliches von Alina nach der Reise
Es war ein langsames Abschiednehmen. Sozusagen Phasenweise. Zunächst verließen wir morgens gegen 9 Uhr das Haus Adelfia in Scoglitti und machten uns auf den Weg nach Catania. Dort folgte dann die zweite Phase. Von etwa 11 Uhr bis 17 Uhr hatten wir Zeit in der zweitgrößten Stadt Siziliens zu überbrücken. Noch nicht ganz weg aber auch nicht mehr so richtig da, schien die Gruppe erst als Ganzes, dann in Teilgrüppchen, die Innenstadt Catanias zu durchkreuzen. Man hatte die letzte Gelegenheit, sizilianische Spezialitäten, wie z.B. Arancini oder suße Cannoli di Ricotta zu naschen, das letzte italienische Gelato oder einen Caffè freddo (zu Deutsch: kalten, gesüßten Espresso) zu genießen oder sich noch mit Mitbringseln und Erinnerungsstücken auszustatten. Und dann mit einem Bus ab Catania Hbf zum Flughafen. Ohne Zwischenfälle gelangten alle an Board der Maschine, die uns sicher zurück auf den deutschen Boden brachte.
Da ich in einer der vorderen Reihen saß, konnte ich noch vor allen anderen aus der Gruppe das Flugzeug verlassen. Plötzlich fand ich mich alleine in den weiten Gängen des Düsseldorfer Flughafens wieder.
Etwas verunsichert spähte ich immer wieder hinter mich, ob nicht andere aus der Gruppe zu sehen seinen und folgte der Beschilderung Richtung Gepäckausgabe. Kurz davor strömten alle zusammen. Der Tagesteamer, Claudius, versammelte alle zum letzten Mal im Kreis und es gab einen Segen mit auf den Weg. Wir fassten und an den Händen und lösten uns wieder. Nach und nach nahm jeder sein Gepäck in Empfang und machte sich auf den Weg zum Ausgang.
Die Gruppe, die vorher 17 Tage lang, 24 Stunden am Tag gemeinsam gegessen, geschlafen, gespielt, gearbeitet, gewandert, gefeiert, gebadet und geschlafen hat, löste sich auf. Jede/r ging nun seinen oder ihren Weg, wohlmöglich ein wenig verändert durch die wertvollen Erfahrungen dieser Reise.

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